Das Kundenmagazin der
Sparkasse Münsterland Ost
Aktivia - Menschen, Ideen, Werte

Das digitale Kundenmagazin der Sparkasse Münsterland Ost mit klarem Fokus auf drei redaktionelle Felder.

Porträt

Die Region steckt voller spannender Persönlichkeiten, Positionen und Perspektiven. Wir porträtieren ausgewählte Menschen, Unternehmen und Projekte.

Engagement

Die Sparkasse Münsterland Ost fördert viele Initiativen und Projekte. Diese erhalten nicht nur unsere Unterstützung. Sie bieten auch reichlich Stoff für spannende Geschichten.

Finanzen

Mit Geld kennen wir uns aus. Hier beleuchten wir aktuelle und ausgewählte Finanzthemen, die für unsere Kunden und Leser relevant sind.

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Carsten Schröder (2. v. l.), FH-Vizepräsident und TAFH-Geschäftsführer, im Gespräch mit Kölner EXIST-Gründerstipendiaten und Prof. Dr. Guido Ritter (3. v. l.). Die Stipendiaten entwickeln mit Unterstützung der FH Münster proteinhaltige Sportlernahrung auf Basis von Insekten. Foto: Pressestelle FH Münster.

Gründen ist hip – nicht nur in Berlin

Porträt

Die TAFH Münster GmbH ist die Innovationsförderungs- und Projektentwicklungsgesellschaft der FH Münster. Sie ist das Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis und vermittelt zwischen Wissenschaftlern, Studierenden der Hochschule sowie Unternehmen und Institutionen. Sie begleitet Forschungsprojekte, koordiniert Innovationsnetzwerke, berät bei Patentideen und coacht Existenzgründungen, die an der Hochschule entstehen. Wie die Gründerszene im Münsterland aussieht und ob das Münsterland das Silicon Valley von morgen ist, hat die aktiva den Geschäftsführer der TAFH Münster GmbH und Vizepräsidenten der FH Münster, Carsten Schröder, gefragt.

aktiva: Seit einigen Jahren geht die Zahl der Unternehmensgründungen im Münsterland wieder zurück. Wie erklären Sie sich das?

Carsten Schröder: Die wirtschaftlichen Bedingungen im Münsterland sind aktuell sehr gut, dies könnte ein möglicher Grund sein. Die Arbeitslosenquote liegt schon länger bei rund fünf Prozent, und es gibt ausgezeichnete Einstiegsgehälter für unsere Absolventen. Dann muss man schon ein ziemliches Unternehmer-Gen haben, um sich direkt nach dem Studium selbstständig zu machen.
Meinem Empfinden nach ist die Gründerszene aber seit einiger Zeit wieder spürbar reger – auch im Münsterland. Gründen ist irgendwie gesellschaftlich hip. Das hat sicher auch mit der Popularität von Fernsehsendungen wie „Die Höhle der Löwen“ zu tun.

aktiva: Was müsste aus Ihrer Sicht geschehen, damit mehr junge Menschen den Sprung in das Unternehmertum wagen?


Carsten Schröder: Wir müssen uns fragen, was potenzielle Unternehmerinnen und Unternehmer unternehmerisch macht. Wir können hier Potenziale wecken, Motivationen unterstützen sowie einfach gute Startbedingungen bieten. Hier haben Hochschulen eine sehr wichtige Rolle und auch Verantwortung. Man muss aber nicht direkt aus dem Studium heraus gründen, sondern kann auch erst mal in ein Unternehmen gehen, Erfahrungen sammeln, ein berufliches Netzwerk und ein Standing aufbauen. Allerdings ist dann wichtig, dass es sich für junge Leute lohnt, ins Münsterland zurückzukommen. Ein anderes, eher allgemeines Problem ist sicherlich, dass bei uns in Deutschland eine Kultur des Scheiterns nicht etabliert ist. In einer agilen Welt ist sie aber wichtig. Sie ist Teil des Bildungswegs, der zum erfolgreichen Unternehmer führt.

Was ist die TAFH?

Das Ziel der TAFH ist es, Erkenntnisse aus der Wissenschaft zu verwerten. Ihr Service erstreckt sich auf fünf Geschäftsfelder:

Die TAFH unterstützt Wissenschaftler dabei, eigene Projekte zu konzipieren und später eigene Unternehmen zu gründen. Dazu zählt auch die Beratung bei Patentideen. In der sogenannten „Erfindersprechstunde“ kann ein Wissenschaftler seine Erfindung vorstellen, prüfen und bewerten lassen.

Will ein Unternehmen oder eine Institution zu einem bestimmten Thema forschen, dann begleitet die TAFH ein solches Projekt oder führt es selbst an der Fachhochschule durch.

Die TAFH ist an mehreren Unternehmensgründungen beteiligt. Eine Übersicht finden Sie hier

Zwischen der TAFH und verschiedenen Forschungseinrichtungen gibt es zahlreiche Innovationspartnerschaften. Ein Beispiel ist die Initiative „Train – Transfer in Steinfurt“. Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt mbH und die TAFH kooperieren hierbei miteinander. Sucht ein Unternehmen im Kreis Steinfurt beispielsweise Zugang zu neuen Entwicklungen, kann es sich an Train wenden und von der Kooperation profitieren.

Die TAFH organisiert Veranstaltungen, in denen Akteure aus Wissenschaft und Praxis zusammenkommen. Ein Beispiel ist der Firmentag, auf dem sich Unternehmen, Wissenschaftler und Studierende vernetzen und austauschen können.

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