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Das medicalORDERcenter versorgt Krankenhäuser von Ahlen aus mit sterilen, wiederaufbereiteten OP-Instrumenten, Medikamenten und dem kompletten medizinischen Sachbedarf – in der Branche eine innovative Dienstleistung. Die aktiva besuchte die Branchen-Querdenker und sprach mit Geschäftsführer und Leitendem Apotheker Georg Rosenbaum.

Die Gesundheitswirtschaft zählt mit einer Bruttowertschöpfung von etwa 250 Milliarden Euro und 5,5 Millionen Mitarbeitern zu den wichtigsten deutschen Branchen. Den hohen Kostendruck im stark regulierten Gesundheitsmarkt versuchen Krankenhausbetreiber durch bessere Konditionen auf Artikelebene, schlankere Prozesse und optimierte Logistik abzufedern. Was in vielen Häusern jetzt erst greift, wurde in Ahlen schon vor knapp 20 Jahren vorgedacht und eingeführt. Das medicalORDERcenter der St. Franziskus-Stiftung Münster, die unter anderem 15 Krankenhäuser betreibt, arbeitet im Bereich der Logistik mit dem Familienunternehmen Fiege zusammen. Das regionale Dienstleistungszentrum des medicalORDERcenter gilt in der Branche als Innovator.

aktiva: Die Krankenhausbranche scheint teilweise noch heute stark an alten Prozessen zu hängen. Man macht vieles selbst. Wie kam es, dass Sie schon vor knapp 20 Jahren mit einer Zentrallogistik für Krankenhäuser gestartet sind?

Rosenbaum: Die Krankenhäuser der Franziskanerinnen von Münster-St. Mauritz haben damals noch alles selbst gemacht: von der eigenen Krankenhausapotheke über das eigene Zentrallager bis zur Beschaffung sämtlicher Ge- und Verbrauchsgüter. Allerdings kamen dann neue gesetzliche Auflagen, etwa für die Sterilisation von Operationsbesteck die sogenannte Reinraumtrennung. Es wurde schnell klar, dass man diese neuen Anforderungen in den alten Räumen in den Kliniken vor Ort nicht umsetzen kann. Parallel dazu entwickelte sich ja auch das medizinische Spektrum der Krankenhäuser weiter. Da wo bisher im Krankenhaus räumlich die Sterilisation angesiedelt war, wurde die Fläche beispielsweise für weitere OP-Räumlichkeiten ausgebaut, um die Möglichkeiten im operativen Bereich zu erweitern. Die Zentralsterilisation aus dem Haus zu geben, war also ein logischer, wenn auch nicht üblicher Schritt. Auch die Krankenhausapotheken wollte man damals zentralisieren und zugleich professionalisieren.

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